DAS 1 X 1 DES KANUSPORTS                                                    KANUVEREIN TuS MANTINGHAUSEN

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Der Begriff Kanu ist der Oberbegriff für alle Boote, die mit Paddeln in Blickrichtung bewegt werden (daher auch Paddelboot genannt). Die wichtigsten Bootstypen dieser Gattung sind Kanadier (offene Boote) und Kajaks. Ruderboote werden mit dem Rücken zur Fahrtrichtung gerudert, und gehören der Gattung Kanu nicht an. Kanadier und Kajaks bilden die beiden wesentlichen Untergruppierungen von Kanus.
 

Kanadier sind zumeist offene Kanus, die sitzend oder kniend gefahren und mit Stechpaddel bewegt werden. Ursprünglich wurden diese Bootstypen von den nordamerikanischen Indianern als Fortbewegungsmittel in den dicht bewaldeten und unwegsamen Gebieten Nordamerikas benutzt. Pelzjäger und Fallensteller setzen diese Boote auch ein, um größere Strecken mit viel Gepäck zu bewältigen. Kanadier sind meistens als Einer-, Zweier-, Dreier-, und Vierer-Boote erhältlich.


Ein Wildwasserkanadier ist kürzer, schmaler und viel wendiger. Diese Kanadier sind als geschlossenes und als offenes Einer- und Zweier-Kanus erhältlich. Ein- und Zweimannwildwasserkanadier sind Boote für den Wildwasser-Einsatz. Sie sind gewöhnlich mit luftbefühlten Auftriebskörpern ausgestattet.
Der Begriff Kajak wird vom grönländischen Wort „Qajaq“ abgeleitet. Die ursprünglichen Kajaks stammen nämlich aus Grönland und sind Bootstypen, die mittels Doppelpaddel angetrieben wird, dessen Insassen in Fahrtrichtung sitzen. Von der Sitzposition aus werden die Oberschenkel seitlich im Rumpf verspreizt.

Das handelsübliche Seekajak hat Merkmale des ursprünglichen Grönland-Kajaks und ist ein speziell für das Seekajakfahren gebautes und ausgestattetes Kajak. Seekajaks sind als Einer- und Zweier-Boote erhältlich. Das Seekajak unterscheidet sich sehr stark vom Wildwasserkajak, die Übergänge zu Tourenkajaks sind hingegen fließend. Das Seekajak bietet vor und hinter dem Paddler viel Stauraum und ist in der Regel zwischen 4.90 und 5.50 Meter lang und zwischen 45cm und 65 cm breit.

Wander- bzw. Tourenkajaks können zwischen 3,50 und 5 Meter lang und wesentlich breiter und höher als ein Seekajak sein. Wanderkajaks kommen als Einer und Zweier zum Einsatz. Ähnlich wie ein Seekajak bieten auch Wanderkajaks vor und hinter dem Paddler Stauraum für Ausrüstng an. Gepaddelt wird mit diesen Bootstypen auf Großflüssen (zum Beispiel: Weser oder Rhein) oder auf größeren Seen (z.B.: Mecklenburgische Seenplatte).
Creeker sind Boote für schwieriges Wildwasser wie das Befahren steiler und oft schmaler Flüsse, meist mit vielen Felsen und technisch schwierigem Wasser oder höherer Wasserfälle. Sie bieten entsprechend viel Auftrieb (Volumen), sind stabil gebaut und relativ wendig.

 
Wildwasserkajaks sind Boote für leichteres bis mittelschweres Wildwasser. Sie sind häufig eine Kreuzung aus Creeker und Rodeoboote (siehe unten). Einiges an Übung ist notwendig, um ein Wildwasserkajak zu beherrschen. Einsteiger und Anfänger sollten sich daher nicht sofort mit einem Wildwasserkajak aufs Wasser begeben, da solche Boote nur mit viel Geschick und Erfahrung zu fahren ist.
Rodeoboote (Spielboote) sind kurze Boote zum Spielbootfahren, wobei Surfen, Sprünge und Akrobatik auf Wellen oder in Wasserwalzen eine Hauptrolle spielen. Das Boot ist entsprechend sehr wendig (kurz) und meistens nur für kurze Flussabschnitte und direkt auf der Welle einzusetzen. Mit diesen Bootstypen werden längere Flussfahrten zu einer echten Herausforderung.
Achtung: Die obig dargestellten Kanus/Kajaks sind stellvertretend für spezifische Bootstypen, und stellen nicht unbedingt jene Boote dar, die man in einem Verein immer vorfinden wird. Sie sind eher als Beispiel für das, was in der jeweiligen Kanusparte zu finden sein kann. Die meisten Vereine setzen für Anfänger Bootstypen ein, die mehr oder weniger als „gewöhnliche Flusskajaks“ bezeichnet werden können, die auch von Anfängern und Neupaddlern ohne Gefahr gepaddelt werden können. Diese Boote sind in der Regel einigermaßen stabil (kippsicher) und gutmütig, und können ohne Bedenken eingesetzt werden, um die ersten „Paddelversuche“ durchzuführen.